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BEETHOVEN BACKGROUND PAGE 3/1



1793

This is the text of the letter Beethoven sent to Eleonore von Breuning on November 2, 1793: "Verehrungswuerdige Eleonore! Meine teuerste Freundin! Erst nachdem ich nun hier in der Hauptstadt bald ein ganzes Jahr verlebt habe, erhalten Sie von mir einen Brief, und doch waren Sie gewiss in einem immerwaehrenden lebhaften Andenken bei mir. Sehr oft unterhilet ich mich mit Ihnen und Ihrer lieben Familie, nur oefters nicht mit der Ruhe, die ich dabei gewuenscht haette. Da war's, wo mir der fatale Zwist noch vorschwebte, wobei mir mein damaliges Betragen so verabscheuungswert vorkam. Aber es war geschehen, o wieviel gaebe ich dafuer, waere ich imstande, meine damalige, mich so sehr entehrende, sonst meinem Charakter zuwiderlaufende Art zu handeln ganz aus meinem Leben tilgen zu koennen. Freilich waren mancherlei Umstaende, die uns immer voneinander entfernten, und wie ich vermute, war das Zufluestern von den wechselweise gegeneinander gehaltenen Reden hauptsächlich dajenige, was alle Uebereinstimmung verhindert. Jeder von uns glaubte hier, er spreche mit wahrer Überzeugung, und doch war es nur angefachter Zorn, und wir waren beide getaeuscht. Ihr guter und edler Charakter, meine liebe Freundin, buergt mir zwar dafür, daß Sie mir laengst vergeben haben. Aber man sagt, die aufrichtigste Reue sei diese, wo man sein Vergehen selbst gesteht, dieses habe ich gewollt. -- Und lassen Sie uns nun den Vorhang vor diese ganze Geschichte ziehen und nur noch die Lehre davon nehmen, daß, wenn Freunde in Streit geraten, es immer besser sei, keinen Vermittler dazu zu brauchen, sondern daß der Freund sich an den Freund unmittelbar wende.

Sie erhalten hier eine Dedikation von mir an Sie, wobei ich nur wuenschte, das Werk sei groeßer und Ihrer wuerdiger. Man plagte mich hier um die Herausgabe dieses Werkchens, und ich benutzte diese Gelegenheit, um Ihnen, meine verehrungswuerdige Eleonore, einen Beweis meiner Hochachtung und Freundschaft gegen Sie und eines immerwährenden Andenkens an Ihr Haus zu geben. Nehmen Sie diese Kleinigkeit hin und denken Sie dabei, sie kommt von einem Sie sehr verehrenden Freunde. O, wenn Sie Ihnen nur Vergnuegen macht, so sind meine Wuensche ganz befriedigt. Es sei eine kleine Wiedererweckung jener Zeit, wo ich so viele und so selige Stunden in Ihrem Hause zubrachte; vielleicht erhaelt es mich im Andenken bei Ihnen, bis ich einst wiederkomme, was nun freilich sobald nicht sein wird. O wie wollen wir uns dann, meine liebe Freundin, freuen; Sie werden dann einen froehlicheren Menschen and Ihrem Freunde finden, dem die Zeit und sein besseres Schicksal die Furchen seines vorhergegangenen, widerwaertigen ausgeglichen hat.

Sollten Sie die B. Koch sehen, so bitte ich Sie, ihr zu sagen, daß es nicht schoen sei von ihr, mir gar nicht einmal zu schreiben. Ich abe doch zweimal geschrieben; an Malchus schrieb ich dreimal und -- keine Antwort. Sagen Sie ihr, daß, wenn sie nicht schreiben wolle, sie wenigstens Malchus dazu antreiben sollte. Zum Schlusse meines Briefs wage ich noch eine Bitte; sie ist, daß ich wieder gerne so gluecklich sein moechte, eine von Hasenhaaren gestrickte Weste von Ihrer Hand, meine liebe Freundin, zu besitzen. Verzeihen Sie die unbescheidene Bitte Ihrem Freunde. Sie entsteht aus großer Vorliebe fuer alles, was von Ihren Haenden ist, und heimlich kann ich Ihnen wohl sagen, eine kleine Eitelkeit liegt mit dabei zugrunde, naemlich: um sagen zu koennen, daß ich etwas von einem der besten, verehrungswuerdigsten Maedchen in Bonn besitze. Ich habe zwar noch die erste, womit Sie so guetig waren, mich in Bonn zu beschenken, aber sie ist durch die Mode so unmodisch geworden, daß ich sie nur als etwas von Ihnen mir sehr Teures im Kleiderschrank aufbewahren kann. Vieles Vergnuegen wuerden Sie mir machen, wenn Sie mich bald mit einem lieben Briefe von Ihnen erfreuten. Sollten Ihnen meine Briefe Vergnügen verursachen, so verspreche ich Ihnen gewiss, soviel mir moeglich ist, hierin willig zu sein, sowie mir alles willkommen ist, wobei ich Ihnen zeigen kann, wie sehr ich bin

Ihr Sie verehrender wahrer Freund L.v. Beethoven.

P.S. Die Variationen werden etwas schwer zum Spielen sein, besonders die Triller in der Coda. Das darf Sie aber nicht abschrecken. Es ist so veranstaltet, daß Sie nichts als den Triller zu machen brauchen, die uebrigen Noten lassen Sie aus, weil sie in der Violinstimme auch vorkommen. Nie wuerde ich so etwas gesetzt haben; abe ich hatte schon oefter bemerkt, daß hier und da einer in Wien war, welcher meistens, wenn ich des Abends phantasiert hatte, des andern Tages viele von meinen Eigenheiten aufschrieb und sich damit brüstete. Weil ich nun voraussah, daß bald solche Sachen erscheinen würden, so nahm ich mir vor, ihnen zuvorzukommen. Eine andere Ursache war noch dabei, naemlich: die hiesigen Klaviermeister in Verlegenheit zu setzen. Manche davon sind meine Todfeinde, und so wollte ich mich auf diese Art an ihnen raechen, weil ich voraus wußte, daß man ihnen die Variationen hier und da vorlegen wuerde, wo die Herren sich dann übel dabei produzieren wuerden.

Beethoven

Let's quote Thayer for the English version, as it is a very good translation:

Vienna, November 2, 1793

Most estimable Leonore!
My most precious friend!

Not until I have lived almost a year in the capital do you receive a letter from me, and yet you were most assuredly perpetually in my liveliest memory. Often in thought I have conversed with you and your dear family, though not with the peace of mind which I could have desired. It was then that the wretched quarrel hovered before me and my conduct presented itself as most despicable, but it was too late; oh what would I not give could I olbiterate from my life those actions so degrading to myself and so contrary to my character. True, there were many circumstances which tended to estrange us, and I suspect that tales whispered in our ears of remarks made one about the other were chiefly that which prevented us from coming to an understanding. We both believed that we were speaking from conviction; whereas it was only in anger, and we wre both deceived. Your good and noble character my dear friend is sufficient assurance to me that you forgave me long ago, but we are told that the sincerest contrition consists in acknowledgement of our faults; and to do this has been my desire. -- And now let us drop a curtain on this whole affair, only drawing from it this lesson, that when friends quarrel it is much better to have it out face to face than to turn to a go-between.

With this you will receive a dedication from me to you concerning which I only wish that the work were a larger one and more worthy of you1. I was plagued here to publish the little work, and I took advantage of the opportunity, my estimable E., to show my respect and friendship for you and my enduring memory of your family. Take this trifle and remeber that it comes from a friend who respects you greatly. Oh if it but gives you pleasure, my wishes will be completely fulfilled. Let it be a reminder of the time when I spent so may and such blessed hours at your home. Perhaps it will keep me in your recollection, until I eventually return to you, which, it is true, is not likely tobe soon, but oh how we shall rejoice then, my dear friend. You will then find in your friend a happier man, from whose visage time and a kindlier fate shall have smoothed out all the furrows of a hateful past.

If you should chance to see B. Koch, please say to her that it is not nice of her never once to have written to me. I wrote to her twice and three times to Malchus2, but no answer. Say to her that if she doesn't want to write she might at least urge Malchus to do so. In conclusion I venture a request; it is this: I should like once again to own a waistcoat knit of hare's wool by your hands, my dear friend. Pardon the immodest request, my dear friend, but it proceeds from a great predilection for everything that comes from your hands. Privately I may acknowledge that a little vanity is also involved in the request: I want to be able to say that I have something that was given me by the best and most estimable girl in Bonn. I still have the waistcoat that you were good enough to give me in Bonn, ut it has grown so out of fashion that I can only treasure it in my wardrove as something very precious because it came from you. You would give me much pleasure if you were soon to rejoice me with a dear letter from yourself. If my letters should in any way please you I promise in this to be at your command so far as lies in my poweer, as everything is welcome to me which enables me to show how truly I am

Your admiring true friend

L.v. Beethoven.

1"Se vuol ballare" variations, WoO 40. these were sent to Eleonore with a later letter.

2Wegeler (Notizen, p. 59) identifies Malchus as the subsequent Graf von Marienrode, Minister of Finance in Westphalia and later Württemberg, a "classical writer." (Thayer: 161-162).

For the post script to this letter, we should turn to Wegeler's "Biographical Notes":

"PS The V. (variations) will be somewhat difficult to play, in particular the trills in the coda.(6) This should not frighten you. It is so arranged that you need not play anything byt the trill; leave out the other notes; they are also in the violin part. I would never have written it that way, had I not often noticed that after I had been improvisinf of an evening, someone somewhere in Vienna would write down many of my own ideas the next day and go about boasting they were his.(7) Since I could expect that such things would appear soon, I dediced to get ahead of them. There was also another reason: to embarrass the local pianists. Many of them are my mortal enemies, and I wanted to take my revenge on them in this way, because I know full well that the V. would be placed in front of them here and there, and the gentlemen would then make a very poor showing.

Beethoven." (Wegeler/Ries: 54).

In this context, we should note that a fragment of a second letter of Beethoven exists to Eleonore von Breuning, much along the same 'lines' as the above letter. While the German edition of "Ludwig van Beethovens sämtliche Briefe", edited by Emerich Kastner, revised by Dr. Julius Kapp, and published by Hans Schneider, Tutzing, in 1975, assigns this fragment to the year 1792 when Beethoven would still have been in Bonn, Thayer reports that the above 'post scriptum' and the letter fragment have been investigated by Leopold Schmidt who compared the ink, the paper and the script, coming to the conclusion, "that the undated letter and the postscript belong together. The letter was probably written in May or June, 1794" (Thayer: 163).

Let us set this letter fragment here before you without rushing to a judgment on the above contentions. Whether this fragment was written in 1792 or in 1794, it is still held in a similar tone as the letter of November 2, 1793, and gives us a good impression of Beethoven's 'interaction' with this Bonn friend:

"Äußerst überraschend war mir die schöne Halsbinde, von Ihrer Hand gearbeitet. Sie erweckte in mir Gefühle der Wehmut, so angenehm mir auch die Sache selbst war. Erinnerung an vorige Zeiten war ihre Wirkung, auch Beschämung auf meiner Seite dur Ihr großmütiges Betragen gegen mich. Wahrlich, ich dachte nicht, daß Sie mich noch Ihres Andenkens würdig hielten. O hätten Sie Zeuge meiner gestrigen Empfindungen bei diesem Vorfall sein können, so würden Sie es gewiß nicht übertrieben finden was ich Ihnen vielleicht hier sage, daß mich Ihr Andenken winend und sehr trauig machte. -- Ich bitte Sie, so wenig ich auch in Ihren Augen Glauben verdienen mag, glauben Sie mir, meine Freundin (lassen Sie mich Sie noch immer so nennen), daß ich sehr gelitten habe und noch leide durch den Verlust Ihrer Freundschaft. Sie und Ihre teure Mutter werde ich nie vergessen. Sie waren so gütig gegen mich, daß mir Ihr Verlust so bald nicht ersetzt werden kann und wird, ich weiß, was ich verlor und was Sie mir waren, aber -- ich müßte in Szenen zurückkehren, follte ich diese Lücke ausfüllen, die Ihnen unangenehm zu hören und mir, sie darzustellen, sind.

Zu einer Kleinen Wiedervergeltunf für Ihr gütiges Andenken an mich, bin ich so frei, Ihnen hier diese Variationen und das Rondo mit einer Violine zu schicken. Ich habe sehr viel zu tun, sonst würde ich Ihnen schon längst die versrpochene Sonate abgeschrieben haben. In meinem Manuskript ist ist sie fast nur Skizze, und es würde dem sonst so geschickten Paraquin selbst schwer geworden sein, sie abzuschreiben. Sie können das Rondo abschreiben lassen und mir dann die Partitur zurückschicken. Es ist daz einzige, das ich Ihnen hier schicke, was von meinen Sachen ungefähr für Sie brauchbar war, und da Sie jetzt ohnedies nach Kerpen reisen, dachte ich, es könnten diese Kleinigkeiten Ihnen vielleicht einiges Vergnügen machen. Leben Sie wohl, meine Freundin. Es ist mir unmöglich, Sie anders zu nennen, so gleichgültig ich Ihnen auch sein mag, so glauben Sie doch, daß ich Sie und Ihre Mutter noch ebenso verehre wie sonst. Bin ich imstance, sonste etwas zu IHrem Vergnügen beizutragen, so bitte ich Sie, mich doch nicht vorbeizugehen; es ist noch das einzig übrigbleibende Mittel, Ihnen meine Dankbarkeit für genossene Freundschaft zu bezeigen.

Reisen Sie glücklich und bringen Sie Ihre treue Mutter wieder völlig gesund zurück. Denken Sie zuweilen

an Ihren Sie noch immer verehrenden Freund

Beethoven." (Kastner: 15 - 16).

For the English version, we can again quote from Thayer:

"How surprised I was by the geautiful cravat made by your own hand. The thing itself was so plleasant, at the same time it awoke in ma a feeling of sadness. Its effect was to bring back the former times of the past, and, moreover, a sense of shame because of your generous behaviour towards me. In truth, I did not think that you still thought me worthy of your remembrance. Oh, if you could have been witness to the way I reactied yesterday to this indicent, you would certainly not find that I am exaggerating when I tell you that your remembrance made me weep and feel very sad. -- However little I may deserve consideration in your eyes, I beg of you, my friend, (let me ever call you so) to think of me as one who has suffered very much and continues to suffer through the loss of your friendship. I shall never forget you and your dear mother, you were so good to me that this loss to me cannot and will not easily be restored. I know that I have lost and what you were to me, but I would have to recall scenes, were I to fill in these gaps, which are unpleasant both for you to hear and for me to describe to you.

As a slight return of your kind remembrance of me I take the liberty of sending these variations and the rondo for violin. I have great deal to do or I would have transcribed the sonata I promised you long ao. It is a mer sketch in manuscript, and to copy it would be difficult even for one as skilled as Paraquin. You could have the rondo copied and then send the score back to me. This is all that I can send to you now which would be at alluseful to you; since you are now traveling to Kerpen, I thought that these trifles might perhaps give you some pleasure.

Farewell, my friend, it is impossible for me to call you otherwise. However little you may think of me, please realize that I revere you and your mother just as much as formerly, and if I could contribute in any other way to your plesue, I beg of you not to forget me. This is still the only means which is left for me to express my gratitude for the friendship which I have received from you. A happy journey, and bring your dear mother back again in sound health. Think occasionally of one who continues to venerate you,

your true friend, Beethoven" (Thayer: 163).



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1794


As background information for this year, we will acquaint you here, as indicated in the timetable, with Beethoven's letter to Simrock:

An Nikolaus Simrock

Wien, 2. August 1794

Lieber Simrock!

Ich verdiente ein bisschen von Ihnen ausgeputzt zu werden, weil ich Ihnen so lange Ihre Variationen zurueckgehalten habe, aber ich luege wahrlich nicht, wenn ich Ihnen sage, das ich verhindert war durch ueberhaeufte Geschaefte, selbe sobald zu korrigieren. Was daran fehlt, werden Sie selbst finden; uebrigens muss ich Ihnen Glueck wuenschen in Ansehung Ihres Stichs, der schoen, deutlich und lesbar ist. Wahrhaftig, wenn Sie so fortfahren, so werden Sie noch das Oberhaupt im Stechen werden, versteht sich im Notenstechen.--

Ich versprach Ihnen im vorigen Briefe, etwas von mir zu schicken, und Sie legten das als Kavaliersprache aus, woher hab ich dann dieses Praedikat verdient? -- Pfui, wer wuerde in unseren demoktratischen Zeiten noch so eine Sprache annehmen; um mich Ihres gegebenen Praedikats verlustig zu machen, sollen Sie, sobald ich die grosse Revue an meinen Kompositionen vorgenommen habe, was jetzt bald geschieht, etwas haben, was Sie gewiss stechen werden. -- Wegen einem Commissionaire habe ich mich auch umgesehen, und einen recht braven tuechtigen Mann dazu gefunden. Sein Name ist T r a e g. Sie haben jetzt nichts zu tun, als an ihn oder mich zu schreiben, was fuer Bedingungen Sie eingehen sollen. Er verlangt von Ihnen das Drittel Rabate. Der Teufel verstehe sich auf Eure Handelei. -- Hier ist es sehr heiss; die Wiener sind bange, sie werden bald kein Geforenes mehr haben koennen; da der Winter so wenig kalt war, so ist das Eis rar. Hier hat man verschiedene Leute von Bedeutung eingezogen; man sagt, es haette eine Revolution ausbrechen sollen. Aber ich glaube, solange der Oesterreicher noch braun's Bier und Wuerstel hat, revoltiert er nicht. Es heisst, die Toere zu den Vorstaedten sollen nachts um 10 Uhr gesperrt werden. Die Soldaten haben scharf geladen. Man darf nicht zu laut sprechen hier, sonst gibt die Polizei einem Quartier.

Sind Ihre Toechter schon gross, erziehen Sie mir eine zur Braut; denn wenn ich ungeheiratet in Bonn bin, bleibe ich gewiss nicht lange da; -- Sie muessen doch auch jetzt in Angst leben! --

Was macht der gute R i e s ? Ich will ihm naechstens schreiben; er kann nicht anders als unvorteilhaft denken von mir. Aber das verfluchte Schreiben, dass ich mich darin nicht aendern kann. -- Haben Sie schon meine Partie aufgefuehrt? Schreiben Sie mir zuweilen.

Beethoven

Wenn Sie mir doch auch von den ersten Variationen einige Exemplare schickten!

Here follows the English translation of this letter:

To Nikolaus Simrock

Vienna, August 2nd, 1794

Dear Simrock!

I would deserve to be scolded a little bit by you, for I have held back the variations from you for such a long time; however, I am not lying when I tell you that I have been preoccupied with other business, so that I could not get back to correcting it sooner. What is still amiss with it you will see for yourself; otherwise, I have to congratulate you on your engraving style which is clear, precise and very legible. Truly, if you continue in this way, you will become the foremost cutter, of course, cutter of notes.--

In my last letter, I had promised you to send something of mine, and you interpreted this as though I was only writing in this way, in the language of gentlemen, what have I earned this title with? -- Fie, who, in these democratic times, would still want to adopt such a language; in order to 'lose' this acquired title, you shall receive, as soon as I have completed the major review of my compositions which I will get to very soon, something which you will surely cut. -- With respect to an agent, I have looked around and found quite an industrious fellow. His name is Traeg*. All you have to do now is write to him or to me as to what conditions you want to set. He would ask of you one third rebate. The devil take your dealings. -- It is very hot here; the Viennese are afraid that they will soon not have any ice cream left; since the winter was so warm, there is not so much ice. Here, several important people have been 'withdrawn'; they say that a revolution was about to break out. But I believe that, as long as the Austrian still has his brown beer and his sausages, he will not make a revolt. They say that the gates to the suburbs will be closed at 10 pm. The soldiers' rifles are loaded. One is not allowed to talk too loudly here, otherwise, the police will make room for one in their establishments.

Should your daughters already have grown up, raise one to be my bride; for if I am supposed to stay in Bonn unmarried, I will surely not remain there, very long; -- but you must be living in fear now, too! --

What is good R i e s doing? I will write to him, soon; he cannot do otherwise but think unfavorably of me. But that damned writing, why can I not change in that respect. --- Have you already performed my piece? Write to me sometime.

Your Beethoven

If you could send me a few samples of the first variations!

*That Beethoven was a 'punster extraordinnaire' in his, in any case, very 'unorthodox' writing style, is a well-known fact. Whether or not the composition style of the two sentences with which he refers to his new agent is intentional or not can now not be determined. However, this writer would not put it past Beethoven to have recognized the irony in the comparison of the 'industrious' agent whose name was 'Traeg' (traege in German means 'lazy' or 'indolent').



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1795


As explained in our timetable section of this year, we want to acquaint you here with a letter of Beethoven to his friend Wegeler of the year 1795. It reads as follows:

Liebster, bester!

In was fuer einem abscheulichen Bilde hast Du mich mir selbst dargestellt; o ich erkenne es, ich verdiene Deine Freundschaft nicht. Du bist so edel, so gutdenkend, und das ist das erstemal, dass ich mich nicht neben Dir stellen darf, weiter unter Dir bin ich gefallen. Ach! ich habe meinem besten edelsten Freund acht Wochen lang Verdruss gemacht. Du glaubst, ich habe an der Guete meines Herzens verloren, dem Himmel sei Dank: nein! Es war keine absichtliche, ausgedachte Bosheit von mir, die mich so gegen Dich handeln liess, es war mein unverzeihlicher Leichtsinn, der mich die Sache nicht in dem Lichte sehen liess, wie sie wirklich war. -- O wie schaem' ich mich fuer Dir, wie fuer mir selbst. -- Fast traue ich mich nicht mehr, Dich um Deine Freundschaft wieder zu bitten. -- Ach Wegeler! nur mein einziger Trost ist, dass Du mich fast seit meiner Kindheit kanntest. Und doch, o lass mich's selbst sagen, ich war doch immer gut und bestrebte mich immer der Rechtschaffenheit und Biederkeit in meinen Handlungen. Wie haettest Du mich sonst lieben koennen! Sollte ich denn jetzt seit der kurzen Zeit auf einmal mich so schrecklich, so sehr zu meinem Nachteil geaendert haben? -- Unmoeglich! Diese Gefuehle des Grossen, des Guten sollten alle auf einmal in mir erloschen sein? Mein Wegeler, lieber, bester, o wag' es noch einmal, Dich wieder ganz in die Arme Deines B. zu werfen, baue auf die guten Eigenschaften,die Du sonst in ihm gefunden hast. Ich stehe Dir dafuer, den neuen Tempel der heiligen Freundschaft, den Du darauf aufrichten wirst, er wird fest, ewig stehen, kein Zufall, kein Sturm wird ihn in seinen Grundfesten erschuettern koennen. -- Fest -- ewig -- unsere Freundschaft; -- Verzeihunge -- Vergessenheit! -- Wiederaufleben der sterbenden sinkenden Freundschaft! -- O Wegeler, verstosse sie nicht diese Hand zur Aussoehnung, gib die Deinige in die meine. -- Ach Gott! -- Doch nichts mehr. -- Ich selbst komme zu Dir, und werfe mich in Deine Arme und bitte um den verlorenen Freund, und Du gibst Dich mir, dem reuevollen, Dich liebenden, Dich nie vergessenden

Beethoven wieder.

Jetzt eben habe ich Dinen Brief erhalten, weil ich erst nach Hause gekommen bin.

The English translation reads as follows:

Dearest one, best one! In what an ugly image have you portrayed me; o, I recognize it, I do not deserve your friendship. You are so noble, you think so honorably, and this is the first time that I cannot allow myself to stand next to you, I have sunk far below you. Oh! I have caused my best, most noble friend sorrow for eight weeks. You believe that I have lost some of the goodness of my heart, thank heavens: no! It was not deliberate, planned maliciousness on my part which had me act against you in this manner, it was my unforgiveable thoughtlesness, which did not allow me to see the matter in that light in which I should have seen it. -- O how ashamed I am for you, for myself. -- I almost do not dare anymore, to ask you for your friendship again. -- Oh, Wegeler! my only consolation is that you have known me from almost my childhood on. And yet, o let me say it myself, I have always been good and have always striven for uprightness and decency in my actions. How could you have loved me, otherwise! Should I, in such a short time, have changed that much to my disadvantage? --- Impossible! The feelings for the great, for the good should all have been extinguished in me, all of a sudden? My Wegeler, dear one, best one, oh, dare it one more time to throw yourself entirely into the arms of your B., trust in his good traits, which you have otherwise found in him. I promise you that the new temple of holy friendship, which you will erect there, will be solid, will stand forever, no storm will be able to shake its foundations. -- Solid -- forever -- our friendship; -- forgiveness -- forgetting! Revival of the dying, sinking friendship! -- Oh, Wegeler, do not refuse this hand in reconciliation, put yours into mine. -- Oh God! -- But, no more of this. -- I will come to see you myself, and will throw myself into your arms and will ask for my lost friend, and you will give yourself back to your remorseful Beethoven, who loves you, who cannot never forget you.

Just this very moment I have received your letter, since I have just come home.

Rather than 'rambling on' about the content of the above 'on our own', let Wegeler comment on this letter which he did in Wegeler/Ries, "Biographical Notes":

"Beethoven was highly sensitive and consequently easily provoked. However, if one waited for the air to clear after the first explosion, he could listen to remonstrances with a willing ear and a conciliatory heart. As a result he always apologized for much more than he was guilt of. For instance, I possess a little note from him which I received in Vienna..." (Wegeler/Ries: 34 - 35).



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1796


Beethoven's journey to Pressburg of the late fall of 1796 and his letter from there to Johann Andreas Streicher can serve as proof to us that there was, at least, an "outer" link between Schiller and Beethoven in the form of the poet's Stuttgart friend of early days who later became a lifetime friend of Beethoven. Therefore, we wish to feature Beethoven's letter to Streicher here:

Dear Streicher!

The day before yesterday I received your fortepiano which has turned out to be really excellent. Everyone else is anxious to own one, and I--you can laugh all right, I would be lying were I not to tell you that it is too good for me, and why?--because it takes away my freedom to create the tune for myself. Nevertheless it will not keep you from making all your fortepianos in this way, there will probably be frewer people who have such whims.

My Academy takes place on Wednesday, the 23rd of this m[onth]. It Stein would care to come I will be very glad to see him, he can count on spending the night at my house.--Concerning the sale of the fortepiano, this idea had already occurrec to me before it had to you and I shall certainly strive to bring it about.--I thank you heartily dear St. for your readings to serve me so well. I only wish that I were able in some way to return your kindness, and that you, without my having to say it to you, were convinced how much I want the worth of your instruments to become recognized both here and elsewhere, and how much I value your friendship and want you to regard me as your loving and warm friend

Beethoven

Pressburg, November 19th anno 96 post Christum Natum

Everything lovely to your wife and to the bride and bridegroom.

(By bride and bridegroom were meant Matthaeus Andreas Stein, the brother of Mme. Streicher, and his bride.



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1797


While nothing relates directly in Beethoven's life of that year to the further development of the Ode to Joy, we may wish to note that Beethoven, during this year, could welcome some of his Bonn friends back in Vienna due to the political unrest in Italy. Let us quote Thayer for this:

"The rapid progress of the French army had cause the Germans in Italy to become distrustful of the future and to hasten homeward. Among them were Beethoven's old companions in the Bonn orchestra, the cousins Andreas and Bernhard Romberg, who in the spring of this year (May 26th), had kissed the hand of the Queen of Naples, daughter of the Empress Maria Theresia, and then departed to Rome to join another friend of the Bonn period, Karl Kuegelgen. The three coming north arrived at Vienna in the autumn; the Rombergs remained there for a space with Beethoven, while Kuegelgen proceeded to Berlin." (Thayer 190).

Thayer also comes back again to the "illness mentioned in the Fischoff manuscript" and surmises that Zmeskall might have been the source of this information, but that the event, described as more likely to have occurred during this year, might not be pin-pointed with certainty.

We can also observe that during this year, Beethoven enjoyed the company of his Bonn childhood friend Lenz von Breuning whom he, together with Amenda, once described as his closest friend. Lenz von Breuning had to leave Vienna around October 1, 1797. Let us look at the text Beethoven selected for putting into Lenz von Breuning's farewell album:

Die Wahrheit ist vorhanden fuer den Weisen,
Die Schoenheit fuer ein fuehlend Herz.
Sie beide gehoeren fuereinander.

The translation of this reads as follows:

Truth exists for the wise,
Beauty for a feeling heart,
They belong to each other.

Beethoven took this text from Scene 21, Act IV of Schiller's Don Carlos, from the dialogue between Marquis de Posa and the Queen.

Thayer also quotes Beethoven's parting words:

Dear, good Breuning,

Never shall I forget the time which I spent with you in Bonn as well as here. Hold fast your friendship for me, you will always find me the same.

Your true friend L. v. Beethoven

Vienna 1797
the 1st of October

Since Lenz von Breuning died on April 10th, 1798, the friends never met again.



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